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„Wer dazugehören will, darf nicht anders sein…“

Mit diesen Worten lässt sich die Lebenssituation von Jugendlichen wohl sehr gut beschreiben. Der starke Wunsch nach Abgrenzung und gemeinsamen Regeln führt zu einer Ausgrenzung von allem was „anders“ ist.

Gerade an Schulen erfahren LSBT*IQ1-Personen immer noch Stigmatisierung und Diskriminierung. ‚Schwul’ ist das gängigste Schimpfwort in dieser Umgebung, die von heteronormativen2 Rollenbildern und Lebensentwürfen dominiert wird. Geschlechtsuntypisches Verhalten wird insbesondere im Schulalltag nicht akzeptiert und gleichgeschlechtliche Orientierungen sind kaum sichtbar. Beide sind als Erscheinungsform negativ konnotiert und werden als Form der Abwertung verwendet. Auch im Unterricht werden diese Themen nach wie vor oft ausgelassen oder tabuisiert.

Mit unserer Arbeit möchten wir daran etwas ändern.

1LSBT*IQ= lesbisch, schwul, bisexuell, trans*, inter, queer

2Heteronormativität: gesellschaftliche Sichtweise, die heterosexuelle Orientierung und traditionelle Rollenbilder als „naturgegeben“ legitimiert und priviligiert

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Zielgruppen

Schwerpunktmäßig besuchen wir Schulklassen der Jahrgänge 7-10 aller Schulformen. Drüber hinaus stehen wir auch Gruppen und Einrichtungen in außerschulischen Settings zur Verfügung. Zudem bieten wir Veranstaltungen für Lehrer_innen, Pädagog_innen und Eltern an. Auf Anfrage können weitere Einsatzmöglichkeiten besprochen werden, wie z.B. im Hochschulkontext.

 

Angebot

Wir bieten Informations- und Aufklärungsveranstaltungen an, die in den regulären Unterricht eingebettet sind sowie Teil von Anti-Diskriminierungsarbeit oder sexualpädagogischen Projekttagen sein können. Unser Angebot umfasst weiterhin die Beratung von Lehrpersonen und Pädagog_innen sowie die Präsenz durch Infoständen bei öffentlichen Veranstaltungen. Diese Veranstaltungen können entweder in Ihrer Einrichtung oder auch im Na Und – Lesben- und Schwulenzentrum durchgeführt werden.

Unsere Besuche werden in Absprache individuell für jede Gruppe und die vorhandenen Rahmenbedingungen geplant. In Schulworkshops werden die Schüler_innen ermutigt, Fragen zum Themenkomplex „Geschlechtliche Vielfalt und sexuelle Orientierung“ zu stellen. Ein wichtiges Element stellt zudem das autobiographische Erzählen dar, bei dem die Teamer_innen ihre persönlichen Biographien darstellen und von ihren Coming-Outs berichten.

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Unser Team besteht aus Erwachsenen verschiedenen Alters und unterschiedlichen Lebenssituationen. Zudem haben alle einen persönlichen LSBT*-Hintergrund. Die Teamer_innen nehmen an einer pädagogischen Grundqualifizierung teil, besuchen regelmäßig professionelle Fort- und Weiterbildungen zum Themenbereich und haben vielfach jahrelange Erfahrung in der Kinder- und Jugendarbeit.

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Ziele

Mit unserer Arbeit möchten wir

  • für die positive Vielfalt von Geschlechtern und sexuellen Orientierungen sensibilisieren,
  • einen respektvollen und akzeptierenden Umgang miteinander sowie mit vielfältigen Lebensweisen fördern,
  • Vorurteilen gegenüber LSBT*IQ-Personen aufbrechen und positive Rollenbilder vermitteln ,
  • psychische und physische Gewalt durch Verringerung von Berührungsängsten und empfundenen Bedrohlichkeiten vorbeugen,
  • die selbstbestimmte Entwicklung von Jugendlichen in ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität stärken